Die Balcarka-Höhle liegt im Nordteil des Mährischen Karstes, im malerischen Gebiet von der Suchy-Talmulde bei Ostrov u Macochy, im Naturschutzgebiet Balcar-Felsen - Vintoky. Es geht um ein faszinierendes Labyrinth von Gängen, Domen und Schluchten mit einer reichen und abwechslungsreichen Tropfsteinverzierung.
Die Höhlenbesichtigung beginnt im riesigen Eingangsportal vom Balcar-Felsen. Durch einen Kunstgang gehen die Besucher die Treppe bis zu den kleinen Räumen hinunter, die ihre Aufmerksamkeit durch farbige Sinter-Anschwemmungen und Stalagmite fesseln. Die erste Haltestelle ist in den 10 m hohen Räumen namens Wilson-Rotunden. Die höchste von ihnen besteht aus einer schön modellierten Rundschlucht, deren Wände Sinterkaskaden verzieren.
Von hier aus führt die Besichtigung in den größten Raum des Balcar-Labyrinthes - den Großen Dom (Foch-Dom). Der lange Raum (65 × 20 × 15 m), dessen Decke durchsichtige Stalaktite und Vorhänge verzieren, bekam seinen Namen nach einem heldischen französischen Marschall des 1. Weltkriegs.
Nach der Besichtigung von dem Großen Dom erwartet die Besucher ein Aufstieg zur Galerie und zum Naturgang. Diese Höhlenteile gehören zu den schönsten Räumen des Mährischen Karstes - reiche, saubere und erhaltene Tropfsteinverzierung an den Decken und Wänden.
Die nächste Haltestelle heißt der Untergangsdom, der durch einen Deckenabsturz entstanden ist. Von den Tropfsteingebilden sind hier vor allem ein hoher Sinterwasserfall, Madonna und ein Kaktus zu sehen. Die Besichtigung führt dann in den Entdeckerdom, dessen Wände mit dem sgn. Nichtsstein bedeckt sind - mit einer durch Organismustätigkeit entstandenen Kalkmasse. Die Höhlenführung endet im Raum namens „Popeluska“, der einen von den ersten entdeckten Höhlenräumen darstellt.
Der Balcar-Feslen war bis zum 19. Jh. mit einer Reihe von Aberglauben und Sagen verbunden. Erst in der 2. Hälfte des 19. Jhs wurde sie zum Forschungsobjekt. In den 20er Jahren des 20. Jhs fing ein Bürger von Ostrov, Bauer und Abgeordnete Josef Samalik an, sich mit dem Balcar-Felsen zu beschäftigen. Am 16. Juni 1923 geling es ihm, in den ersten Höhlenraum zu geraten.
Im nächsten Jahre entdeckte er andere Höhlenteile, zu denen Wilson-Rotunden, Untergangsdom und Foch-Dom (der Großer Dom) gehörten. Gleich nachher begann er die Höhle der Zugänglichmachung anzupassen. Dank der AG Mährischer Karst, die die Verwaltung der Balcarka-Höhle übernahm, wurde die Höhle am Ostersonntag 1925 zugänglich.
Auch in den folgenden Jahren fortsetzte Samalik mit Hilfe der Ostrover Bürger, den Untergrund vom Balcar-Felsen zu forschen. Anfang 1935 entdeckten sie prachtvoll verzierte Räume - der heutige Galerie und Naturgang. In den 50er Jahren verlief eine Rekonstruktion der Besichtigungsräume und 2001 wurde ein neues modernes Areal mit vielen Kundendiensten erbaut.
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